Einkäufer am Arbeitsplatz in der Verwaltung Mitarbeiter

1. Du hast deine Ausbildung als Industriekaufmann bei SÄBU absolviert. Was hat dir in deiner Ausbildungszeit am besten gefallen??

Die Tatsache, dass ich bereits als Auszubildender gute Einblicke in das Tagesgeschäft der unterschiedlichen Abteilungen erhalten habe. Ich war schnell ein Teil des Teams und durfte auch an verantwortungsvollen Aufgaben mitarbeiten. So lernt man super die unterschiedlichen Herausforderungen und Arbeitsweisen der einzelnen Abteilungen kennen.

 

2. Und wie bist du letztendlich zur Abteilung Einkauf gekommen? Warum hast du dich für die Abteilung entschieden?

Bereits in der Ausbildung haben mich die Kontakte zu den Lieferanten und die Vielzahl der einzukaufenden, meist sehr technischen Produkte, interessiert. Dennoch begann mein Weg bei SÄBU nach der Ausbildung in der Abteilung Kalkulation. Das Kalkulieren von Modulgebäuden gehörte für über 5 Jahre zu meinen Hauptaufgaben. Auch in dieser Zeit stand ich regelmäßig in Kontakt mit Zulieferern und Nachunternehmern. Das Einholen und Auswerten von Angeboten oder Ausschreibungen gehörte zu meinen täglichen Aufgaben. Es gab und gibt also einige Parallelen in der Arbeit der Abteilungen Kalkulation und Einkauf.

Als dann Anfang 2013 eine Stelle im Einkauf frei wurde, ergab sich für mich die Möglichkeit für den Abteilungswechsel. Seitdem bin ich im Einkauf tätig.

 

3. Jetzt bist du schon relativ schnell nach deiner Ausbildung Abteilungsleiter geworden. Erzähl doch mal, wie es dazu kam.

„Schnell“ ist immer relativ… Zwischen dem Beginn meiner Ausbildung und dem Beginn meiner Abteilungsleitertätigkeit lagen 11 Jahre. In diesen 11 Jahren hat sich sowohl SÄBU, als auch der Modulbau enorm entwickelt. Das war eine spannende Zeit und für mich auch der Grund, warum ich nicht Vollzeit, sondern berufsbegleitend studiert habe. Ich wollte weiterhin dabei sein und nicht bloß über den Büchern hängen.

Als sich abzeichnete, dass sich der damalige Einkaufsleiter nach vielen Jahrzehnten Betriebszugehörigkeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden würde, kam die Geschäftsleitung auf mich zu und bot mir die Chance, die Abteilung künftig zu leiten. Zu dieser Zeit war ich im Einkauf unter anderem zuständig für die Beschaffung von Betriebseinrichtung, Elektro- und Sanitärartikeln, Baustoffen, Beschlägen und die Beauftragung von Nachunternehmerleistungen. Die Abläufe im Einkauf, das Team und die Strukturen des Unternehmens waren mir somit bereits vertraut. Neben der gebotenen Chance war ich auch über die Tatsache erfreut, dass mir eine lange Einarbeitungszeit an der Seite des damaligen Einkaufsleiters ermöglicht wurde. Diese Zeit war für mich äußerst lehrreich. Er vermittelte mir sehr viele Kenntnisse und ließ mich uneingeschränkt an seiner jahrzehntelangen Erfahrung teilhaben. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar.

 

4. Würdest du diesen Weg noch einmal wählen, was würdest du vielleicht anders machen?

Ich bin für jede gesammelte Erfahrung dankbar. Daher würde ich den Weg heute wohl genauso gehen. Was nicht bedeutet, dass mein Weg dann auch wieder so verlaufen würde. Es ist wichtig zu erkennen und zu akzeptieren, dass der eigene Lebensweg immer wieder durch äußere Einflüsse geprägt wird, die man nicht oder nur bedingt beeinflussen kann. Wichtig ist, dass man das Beste aus den sich bietenden Möglichkeiten macht, seinen Stärken vertraut und den Glauben an seine Ziele nicht verliert.

 

5. Und was macht dir an deinem jetzigen Arbeitsalltag am meisten Spaß?

Die Vielseitigkeit der Arbeit. SÄBU realisiert individuelle, schlüsselfertige Modulgebäude. Das Wort „individuell“ verrät es schon: Die Vielfalt der einzukaufenden Produkte ist riesig. Somit erwarten uns täglich neue Aufgaben. Die Anforderungen sind dabei ganz andere, als bei der Materialbeschaffung für ein Serienprodukt. Von A wie Alu-Winkel bis Z wie Zimmertür wird bei uns Alles benötigt. Langeweile ist da ein Fremdwort. Besonders schön ist es, dass wir die täglichen Herausforderungen gemeinsam mit einem jungen und motivierten Team angehen. Wir verstehen uns menschlich sehr gut. Das schätze ich sehr!

 

6. Du sprichst die Vielfalt der einzukaufenden Produkte an. Was ist denn das Skurrilste, was du je beschaffen musstest?

Schwer zu sagen, das Skurrile sind eher die Gegensätze der zu beschaffenden Produkte. Da kümmert man sich grade noch um Stahlträger, Dämmung und Gipskarton und kurz drauf bestellt man für ein anderes Projekt die Inneneinrichtung. Neben Tischen und Stühlen habe ich da auch schon Kaffeemaschinen inkl. Filter und Kaffeepulver für unseren Kunden eingekauft. Wenn man dann für das nächste Projekt einen OP-Tisch und ein Röntgengerät anfragt, dann zeigt das, die angesprochene Vielfalt unserer Arbeit.

 

7. Du sprachst eben dein Studium an: Wie lief das ab und hast du weitere Weiterbildungsmöglichkeiten genutzt?

Ich habe ein Fernstudium zum Betriebswirt (IWW) an der Fern-Universität in Hagen absolviert. Für mich bot das den Vorteil, dass ich den Studiengang begleitend zu meinem Job bei SÄBU durchführen konnte. Die Klausuren habe ich samstags oder sonntags in Hagen geschrieben. Man ist zwar recht flexibel bei einem Fernstudium, es erfordert aber auch Eigenmotivation und Disziplin. Da bin ich froh, dass ich den Studiengang zusammen mit einem Kumpel absolviert habe. Wir haben uns regelmäßig gegenseitig motiviert. Das hat mir sehr geholfen.

Im Anschluss an das Studium habe ich noch eine Weiterbildung zum Ausbilder absolviert.

 

8. Gibt es etwas, das dich auch persönlich weiterentwickelt hat?

Vieles! Ich bin der Meinung, dass einen jede Erfahrung weiterentwickelt. Sowohl negative, als auch positive Erfahrungen. Wenn man interessiert bleibt und bereit ist aus Fehlern zu lernen, dann endet diese persönliche Entwicklung auch nie.

Meine Ausbildung, mein Studium und die beruflichen Erfahrungen haben mich natürlich fachlich weiterentwickelt. Mit den Geburten meiner beiden Kinder kam dann auf privater Ebene nochmal ein ganz besonderer „Entwicklungs-Booster“ dazu. Dadurch habe ich meine Prioritäten neu sortiert und betrachte auch die Zukunft aus einem anderen Blickwinkel.

 

9. Wie würdest du die Unternehmenskultur bei SÄBU beschreiben?

Ehrlich, zuverlässig, partnerschaftlich. SÄBU ist ein mittelständisches Familienunternehmen und genau das schätze ich sehr. „Kurze Wege“, schnelle Entscheidungen und ein gutes Betriebsklima zeichnen das Unternehmen aus.

 

10. Wie sehen deine beruflichen Zukunftspläne aus?

Meine berufliche Zukunft sehe ich ganz klar bei SÄBU. Die Rahmenbedingungen stimmen einfach. Ich blicke auch gespannt in die Zukunft und auf die Veränderungen, die uns künftig erwarten. Die Digitalisierung wird für weitere Veränderungen im Einkauf sorgen. So werden wohl nicht nur die Prozesse des Einkaufs, sondern auch die zu beschaffenden Produkte dem Wandel der Digitalisierung unterliegen. Der operative Einkauf wird mehr und mehr automatisiert, dadurch wachsen die Anforderungen an den strategischen Einkauf erheblich. Das Berufsbild des klassischen Einkäufers wird sich somit künftig verändern. Ich freue mich auf diese Herausforderungen und darauf diese Entwicklung bei SÄBU aktiv mitgestalten zu können.

 

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